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Lichtqualität messen: Was Lux, Lumen und CRI tatsächlich aussagen
Grundlagen

Lichtqualität messen: Was Lux, Lumen und CRI tatsächlich aussagen

Ein Leuchtenangebot liegt vor, und darin stehen Zahlen: 1'200 Lumen, 3'000 Kelvin, CRI 80. Für sich genommen klingen sie präzise. Doch was sagen sie tatsächlich aus, und reicht eine möglichst hohe Zahl?
Die Kurzantwort

Lumen beschreibt, wie viel Licht eine Leuchte insgesamt abgibt. Lux beschreibt, wie viel davon tatsächlich auf einer Fläche ankommt, abhängig von Abstand, Raumgrösse und Lichtverteilung. CRI (auch Ra genannt) beschreibt, wie originalgetreu dieses Licht Farben wiedergibt. Alle drei Werte sind unabhängig voneinander: Eine hohe Lumenzahl garantiert bei niedrigem CRI kein gutes Licht.

Vergleich: Lux, Lumen und CRI im Überblick

Grafische Gegenüberstellung von Lux, Lumen und CRI mit ihrer jeweiligen Definition
Kennzahl Was sie misst Wovon sie abhängt Was sie NICHT aussagt
Lumen (lm) Gesamter Lichtstrom einer Leuchte, abgestrahlt in alle Richtungen Bauart und Leistung der Leuchte selbst Wo das Licht ankommt, wie es verteilt ist, wie es Farben zeigt
Lux (lx) Beleuchtungsstärke: Lichtmenge, die auf einer Fläche ankommt (1 lx = 1 lm/m²) Abstand zur Lichtquelle, Abstrahlwinkel, Raumgrösse und -form Ob das Licht angenehm oder farbtreu wirkt
CRI / Ra Farbwiedergabetreue einer Lichtquelle, Skala 0 bis 100 Lichtspektrum der Lichtquelle im Vergleich zur Referenzlichtart Helligkeit oder Menge des Lichts

Bedeutet eine hohe Lumenzahl automatisch gutes Licht?

Nein. Lumen beschreibt nur die Menge des abgegebenen Lichts, nicht seine Qualität. Eine Leuchte mit hoher Lumenzahl kann trotzdem unangenehm wirken, wenn der CRI niedrig ist, die Lichtverteilung nicht passt oder die Leuchte blendet.

Was gilt als guter CRI-Wert für Wohnräume?

In der Praxis gelten Werte ab 90 als sehr gut. Das ist ein Erfahrungswert, keine verbindliche Norm für private Wohnräume. Für Bereiche, in denen Hauttöne oder Materialien wie Holz eine grosse Rolle spielen, lohnt sich zusätzlich ein Blick auf den R9-Wert.

Wie viel Lux brauche ich in einem bestimmten Raum?

Dafür gibt es im privaten Wohnbereich keine allgemeingültige Vorgabe. Massgeblich sind Nutzung, Tageszeit und gewünschte Stimmung. Ein Arbeitsplatz braucht mehr Beleuchtungsstärke als eine Leseecke am Abend, unabhängig davon, was ein pauschaler Richtwert vorgibt.

Warum wirken zwei Leuchten mit derselben Lumenzahl im Raum völlig unterschiedlich?

Weil Lumen nur die Gesamtmenge beschreibt. Abstrahlwinkel, Lichtverteilung, Farbtemperatur und CRI unterscheiden sich oft deutlich, auch wenn die Lumenzahl identisch ist. Genau diese Unterschiede entscheiden über den tatsächlichen Raumeindruck.

Reicht der CRI-Wert allein, um Farbwiedergabe zu beurteilen?

Nicht vollständig. Der CRI ist ein Durchschnittswert über mehrere Testfarben und deckt gesättigtes Rot oft nur unzureichend ab. Für eine genauere Einschätzung lohnt sich zusätzlich der R9-Wert.

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