Wie aus einer industriellen Loftwohnung ein stimmiges Zuhause auf Zeit wurde – mit Möblierung, Materialien und Licht aus einem Guss.
Die Maisonettewohnung im Puls 5 ist das Zuhause einer Familie, die in Dubai lebt und ihre Aufenthalte in Zürich in einer vertrauten, persönlichen Umgebung verbringen wollte. Die industrielle Architektur der ehemaligen Fabrikhalle sollte spürbar bleiben, zugleich aber Wärme und Wohnlichkeit erhalten.
Innenarchitektin Sascha Däschler holte Roger Bless für das Möblierungs- und Lichtkonzept ins Projekt. Von Beginn an wurden Innenarchitektur, Einrichtung und Licht nicht nacheinander, sondern als zusammenhängende Gestaltung entwickelt.

Die Möblierung musste den offenen Grundriss gliedern, ohne den Loftcharakter zu verlieren. Proportionen, Materialien und Stoffe wurden deshalb nicht als einzelne Einkaufsentscheide betrachtet, sondern als räumliches Konzept über beide Geschosse.
Roger Bless begleitete die Kundschaft in die Möbelhäuser, kuratierte Möbel, Materialien und Textilien und koordinierte den Bestellprozess mit Neumarkt 17. So entstand eine ruhige, zusammenhängende Einrichtung, die auch bei nur zeitweiser Nutzung selbstverständlich und vollständig wirkt.



Das Lichtkonzept übersetzt die unterschiedlichen Nutzungen der Maisonette in aufeinander abgestimmte Lichtschichten. Gerichtetes Licht betont Architektur und Kunst, Pendelleuchten geben Ess- und Aufenthaltsbereichen eine Mitte, Wand- und Stehleuchten schaffen Ruhe und Nähe.
Leuchten, Lichtfarben und Dimmung wurden für jeden Raum kuratiert und über beide Geschosse als zusammenhängendes System gedacht. Dadurch wirkt die Wohnung am Abend nicht wie eine Abfolge einzelner Räume, sondern wie ein einziges, stimmiges Zuhause.



Die Planung endete nicht mit der Auswahl. Roger Bless begleitete den Bestellprozess der Einrichtung, lieferte sämtliche Leuchten und koordinierte die Umsetzung bis zur Installation vor Ort.
Gerade im Zusammenspiel der vielen Beteiligten war die durchgehende Begleitung entscheidend: Die innenarchitektonischen Details von Sascha Däschler, die Möblierung und das Lichtkonzept konnten so als eine gemeinsame Gestaltung realisiert werden.

Der Lichtmoment
Der Lichtmoment entstand, als Innenarchitektur, Möblierung und Beleuchtung nicht mehr als einzelne Ebenen wahrnehmbar waren. Materialien, Stoffe und Leuchten verbanden die beiden Geschosse zu einem ruhigen, persönlichen Zuhause – auch wenn die Wohnung nur zeitweise bewohnt wird.
Erkenntnisse aus diesem Projekt
In offenen Maisonettewohnungen muss die Möblierung Räume gliedern, ohne ihre Grosszügigkeit zu verkleinern.
Ein Lichtkonzept wirkt am stärksten, wenn Leuchten, Materialien und Möbel gemeinsam statt nacheinander ausgewählt werden.
Unterschiedliche Lichtschichten verbinden zwei Geschosse besser als eine überall gleich eingesetzte Grundbeleuchtung.
Die Begleitung bis zur Bestellung, Lieferung und Installation schützt die gestalterische Idee vor Brüchen in der Ausführung.
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