Baustelle des vollständig sanierten Chalets in Meiringen mit freigelegter Holzkonstruktion und grossen Fensteröffnungen
Wohnen
Lichtqualitätsanalyse

Lichtkonzept Chalet Meiringen

Wie aus einem klassischen Elektroplan mit dichtem Downlight-Raster ein differenziertes Lichtkonzept mit Wandlicht, Akzenten und wohnlichen Lichtschichten für ein saniertes Chalet entstand.

Ort

Meiringen

Branche

Wohnen

Leistungen

Lichtqualitätsanalyse · Lichtberatung · Lichtkonzept · Leuchtenberatung & Leuchtenauswahl

Zustand

Renovation / Sanierung

Kapitel 1 — Viele Lichtpunkte, aber noch kein Lichtkonzept

Für die vollständige Sanierung des Chalets lag bereits ein Elektroplan vor. Er verteilte zahlreiche Downlights über Wohnraum, Essbereich, Küche und Eingang, definierte aber weder Leuchten noch Lichtqualität oder eine räumliche Lichtidee.

Bei einer Deckenhöhe von rund 2,20 Metern drohte das dichte Raster ein flaches, gleichförmiges Lichtbild zu erzeugen. Die junge Familie wünschte sich dagegen helles, freundliches Licht für den Alltag und zugleich eine warme, gemütliche Atmosphäre.

Kapitel 2 — Den Elektroplan als Lichtqualitätsanalyse lesen

Roger Bless prüfte nicht nur, ob genügend Anschlusspunkte vorhanden waren, sondern wie das Licht den Raum tatsächlich formen würde. Die Analyse zeigte: zu viele zentrale Downlights, wenig vertikales Licht, kaum Akzente und keine indirekten Lichtanteile.

Damit wurde sichtbar, dass die Aufgabe nicht in zusätzlichen Leuchten lag, sondern in einer klaren Hierarchie. Downlights sollten gezielt reduziert und stärker auf Wände, Arbeitsflächen und konkrete Nutzungen ausgerichtet werden.

Kapitel 3 — Vier Lichtschichten statt eines Rasters

Das neue Konzept verbindet vier Ebenen: ruhiges Grundlicht, Wandlicht für räumliche Tiefe, Akzentlicht für Architektur und Materialien sowie dekoratives Licht auf der Ebene des Wohnens.

Im Wohn- und Eingangsbereich ergänzen Wandleuchten die reduzierten Downlights. Über der Küchentheke liegen gezielte Lichtpunkte; eine Lichtlinie schafft einen zusätzlichen ruhigen Zusammenhang. Im Essbereich und an ausgewählten Möbeln übernehmen Pendel-, Tisch- und Stehleuchten die Atmosphäre.

Kapitel 4 — Lichtqualität wird planbar

Das Konzept wurde in den Elektroplan übertragen und mit konkreten Leuchtenspezifikationen für die weitere Ausführung präzisiert. Im Wohnbereich ist Dim-to-Warm vorgesehen; in der Küche funktionales Licht mit 3000 Kelvin oder Dim-to-Warm. Alle relevanten Lichtgruppen sollen dimmbar und klar getrennt steuerbar sein.

Ein Farbwiedergabeindex über 90, gute Entblendung und zurückgesetzte Lichtquellen sorgen dafür, dass Materialien, Holz und Farben natürlich wirken. Das Chalet befindet sich noch in der Sanierung; die Bilder zeigen deshalb den Bestand, die Baustelle und den aktuellen Planungsstand – nicht ein bereits fertiges Ergebnis.

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