Wie eine kompakte Studiowohnung durch Licht die Grosszügigkeit bekam, die ihr die Fläche allein nicht geben konnte.
Casambi
Randlose DOT-Einbauleuchten
Lichtband Dusche
Lichtband Garderobe
Einbauwandleuchten Bett
Messing-Schalter
Eine kleine, hochwertig ausgebaute Studiowohnung an der Josefstrasse in Zürich. Der zuständige Innenarchitekt suchte für das Lichtkonzept einen Partner, der Beleuchtung nicht als nachträgliche technische Ergänzung versteht, sondern von Anfang an als gleichwertigen Teil der Innenarchitektur mitdenkt. Auf kleiner Fläche verzeiht ein Raum keine halbherzigen Kompromisse — jede Leuchte, jeder Schalter, jede Lichtfarbe ist sofort sichtbar und wirkt entweder stimmig oder störend.
Die Analyse galt drei Zonen, die im Grundriss besonders eng beieinanderliegen: Bett, Garderobe und Nasszelle. Auf begrenzter Fläche mussten unterschiedliche Lichtbedürfnisse — ruhiges Licht am Bett, funktionales Licht in der Garderobe, blendfreies Licht in der Dusche — nebeneinander bestehen, ohne dass der Raum unruhig wirkt. Gleichzeitig war klar: Randlose DOT-Einbauleuchten lassen keine nachträgliche Korrektur zu — jede Position musste vor der Rohinstallation exakt feststehen. Und: Für eine Studiowohnung dieser Grösse musste die Steuerung so einfach bleiben, dass sie im Alltag tatsächlich genutzt wird, nicht nur in der Präsentation überzeugt.
Statt eines gleichmässigen Deckenrasters entstand ein Konzept aus klar unterschiedenen Lichtschichten: randlose DOT-Einbauleuchten als ruhige Grundhelligkeit, ohne sichtbare Blendenränder, die den Deckenspiegel stören. Lichtbänder in Dusche und Garderobe, die nicht punktuell beleuchten, sondern selbst zur architektonischen Linie werden. Einbauwandleuchten am Bett für eine warme, blendfreie Leseebene, unabhängig von der Deckenbeleuchtung. Und Messing-Schalter, die das Lichtkonzept auch dort spürbar machen, wo kein Licht brennt — eine bewusste Materialentscheidung, keine Nebensache. Die Steuerung über Casambi verbindet alle Ebenen zu abrufbaren Lichtstimmungen, ohne dass dafür ein zusätzliches Bus-System nötig wurde.
Die Detailplanung legte jede Leuchtenposition auf den Zentimeter genau fest — notwendig, weil randlose Einbauleuchten und durchlaufende Lichtbänder keine Toleranz für spätere Korrekturen lassen. In enger Koordination mit dem Elektriker wurden Anschlusspunkte, Trafopositionen und Deckenausschreibung so abgestimmt, dass die Lichtbänder ohne sichtbare Übergänge durchlaufen. RBC übernahm Leuchtenauswahl und -lieferung sowie die Einrichtung der Casambi-Szenen, sodass die Wohnung übergabebereit mit fertig konfigurierten Lichtstimmungen ausgestattet wurde.
Der Lichtmoment
Der Moment, in dem klar wurde, dass die Dusche nicht beleuchtet werden musste, sondern selbst zur Lichtquelle werden konnte. Ein durchlaufendes Lichtband ersetzte die gewohnten Deckenspots — und aus einer kleinen Nasszelle wurde ein Raum, der grosszügiger wirkt, als seine Fläche es eigentlich zulässt. Genau an diesem Punkt wurde aus einer technischen Aufgabe eine gestalterische.
Erkenntnisse aus diesem Projekt
Randlose Einbauleuchten verlangen bereits in der Rohbauphase eine exakte Deckenausschreibung — nachträgliche Korrekturen sind kaum mehr möglich.
Ein Lichtband wirkt nur dann hochwertig, wenn Trafo- und Anschlusspunkte von Beginn an mitgeplant werden — sonst entstehen sichtbare Helligkeitssprünge an den Übergängen.
Casambi eignet sich für kompakte Wohnungen besonders gut, weil auf ein zusätzliches, aufwendiges Bus-System verzichtet werden kann.
Hochwertige Materialdetails wie Messing-Schalter wirken nur stimmig, wenn sie mit allen anderen Metalloberflächen im Raum abgestimmt sind.
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